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Dienstag, den 20.07.2021 | 11:30 Uhr

Der gestrige Tag hat uns in der Dynamik der Änderungen der Bedarfe vor Ort schon ziemlich überrascht. So haben wir vormittags noch von Schippen, Besen, Eimern und Hygieneartikeln gehört, später war es Trinkwasser gefolgt von „bitte keine Lieferungen mehr“ und „vermutlich erst in 2 Wochen“ bis nachts noch der Aufruf für Gummistiefel, Powerbanks, Ladekabel, Waschmittel für Handwäsche von Kleidung (z.B. Rei) und Batterien (wir klären noch, welche Batterien benötigt werden) kam. Dazu noch Trinkwasser in PET-Flaschen (0,5l, 1l, 1,5l).
Von dem benötigten Tierfutter, das Sonntag noch akut war, war gestern schon keine Rede. In mehreren Tierheimen waren sämtliche Lagermöglichkeiten erschöpft.
Damit habt Ihr mal Eindruck von der aktuellen Situation.

Wir wollen heute die Entscheidung fällen, welche Sachen wir sammeln werden. Dazu bedarf es noch einiger Informationen. Leider ist es fast unmöglich, handfeste, gesicherte Informationen zu bekommen. Eine zentrale Koordinierung scheint vor Ort zu fehlen.

Um dieser Dynamik standzuhalten und morgen nicht mit dem Sammeln von Dingen zu beginnen, die am Wochenende schon nicht mehr benötigt werden, brauchen wir heute noch belastbare Informationen und Kontaktdaten aus den betroffenen Gebieten. Wir bitten unbedingt darum, uns Kontaktdaten zu Verantwortlichen vor Ort zu allen Informationen mit anzugeben. Unser Ziel ist es, die benötigten Sachen direkt dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.
Die zentrale Emailadresse ist berlin [at] freedom-is-our-religion.de. Am einfachsten erreichen uns Eure Meldungen, wenn Ihr das Kontaktformular auf dieser Seite benutzt.

Die Aktion

Operation „CONVOY“ – Die Aktion

So, nun ist es passiert…. Gerade noch moderiert man eine Biker Morning Show und eine Woche später tauscht man Motorrad gegen LKW….

Leute, in der heutigen Morning Show haben wir uns spontan dazu entschlossen, aktiv Hilfe zu leisten. Wir sammeln alles was benötigt wird und fahren es selbst dahin, wo es benötigt wird. Wir haben wenig Zeit und benötigen daher jede Unterstützung.

Damit es Sinn macht, wollen wir bis Dienstagabend zuverlässige Informationen sammeln, was tatsächlich benötigt wird und vor allem von wem. Was wir unbeding verhindern möchten ist, dass wir gesammelte Sachen „irgendwo“ abgeben und diese dann dort herumstehen. Deshalb benötigen wir konkrete Informationen, wem wir helfen können.

Was wird wo benötigt? Und Kontaktdaten!


Zum Beispiel haben wir erfahren, dass es in einem Tierheim in Trier eng mit der Tiernahrung ist. Wir werden daher ein paar Paletten Futter mitnehmen und sie dort, nach voriger Absprache direkt hinliefern. Solche konkreten Informationen sind es, die wir brauchen. Der Terminplan sieht vor, dass wir uns am kommenden Sonntag, nach dem Biker Frühstück in Alt-Biesdorf (dort werden wir auch noch Geldspenden sammeln) vom Acker machen. Daher wäre das bei der „Ermittlung“ des Bedarfs mit zu beachten. Diesen Hinweis geben wir, weil es sein kann, dass z.B. heute benötigte Schlafsäcke in einer Woche bereits für alle vorhanden sind.

Was in jedem Fall gebraucht wird ist mindestens ein 7,5 t LKW. Falls jemand was größeres bieten kann, bitte auch Bescheid geben.

Im Moment stehen bereits zwei Sammelstationen zur Verfügung, einmal in Falkensee und eine in Köpenick. Zentraler Kontakt ist erstmal folgende Emailadresse:berlin@freedom-is-our-religion.de

Wer sich den Ursprung dieser Idee mal anhören will, kann gerne unsere heutige Sendung nachhören unter:twitch.tv/freedomisorreligion (es gibt ein paar stummgeschaltete Passagen).

Wir werden in dieser Woche regelmäßig Informationen zu der Aktion verbreiten, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Wenn Ihr Informationen bekommt, lasst es uns wissen, im besten Fall mit Kontaktdaten.

Wir haben soetwas auch noch nie gemacht und wir hätten bestimmt auch was Besseres vor, ABER was sollen die Menschen vor Ort sagen, die zum Teil alles verloren haben…. Deshalb fällt es uns nicht schwer zu helfen und mit Eurer Unterstützung wäre es doch gelacht, wenn wir das nicht rocken…

Euer Peter Weit & Fähnrich

Pressemitteilung vom 15.09.2020

Pressemitteilung zur Motorrad-Demonstration „FREEDOM IS OUR RELIGION“

Am Sonnabend, den 12.09.2020 fand zum 4. Mal die Motorrad-Demonstration „FREEDOM IS OUR RELIGION“ statt.

In diesem Jahr hat sich im Vergleich zu den Vorjahren die Vielfalt der Demonstrierenden deutlich erhöht und damit auch die Teilnehmerzahl. Die Veranstalter sehen einen Grund für steigende Teilnehmerzahlen darin, dass es zwar auch um die Einschränkung der Vereinsfreiheit ging, dem sogenannten „Kuttenverbot“, wovon in erster Linie Motorradclubs betroffen sind, aber vorrangig um die individuelle Freiheit, die immer weiter verloren geht. Unter anderem sind die aktuellen Diskussionen um ein mögliches Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Motorräder nach Ansicht der Veranstalter ausschlaggebend für die große Teilnehmerzahl, da neben der sogenannten Rocker- und MC-Szene auch jeder andere Motorradfahrer betroffen ist.

Die Beiträge der doch sehr unterschiedlichen Redner zeigten deutlich, dass Motorradfahrer und auch Rocker nicht am Rande der Gesellschaft leben, was vielleicht noch in den 70ern ein landläufiges Argument hätte sein können. Vielmehr sind sie mitten in der Gesellschaft zu finden und nicht selten in Berufen beschäftigt, die heute Stützen dieser Gesellschaft bilden.

Angesichts der Entwicklung der Teilnehmerzahlen und des immer breiter werdenden Spektrums der Demonstrierenden sowie der Vernetzung der gemeinsamen Interessen, erwarten die Veranstalter eine Fortsetzung dieses Trends auch in den kommenden Jahren.

Die Berliner Behörden meldete keinerlei Zwischenfälle, sowohl auf der Demonstration als auch auf der im Anschluss stattfindenden Abschlussparty in Berlin-Biesdorf. Damit reiht sich die Motorrad-Demonstration „FREEDOM IS OUR RELIGION“ in die gut organisierten und friedlich verlaufenden bundesweiten Proteste der Motorradszene ein.

Die nächste Demonstration, am 11.09.2021, wurde von den Veranstaltern bereits angemeldet.

Berlin, den 15.09.2020

Dirk Fähnrich
ORGA TEAM
FREEDOM IS OUR RELIGION

Anfrage zum Kennzeichenverbot

Keine Auskunft über die Auslegung des Kennzeichenverbots in Berlin

Nach der jüngst ergangenen Entscheidung des Bundesverfassungsgericht zur Änderung des Vereinsgesetzes und dem damit in Rede stehenden sogenannten Kennzeichenverbot, wurde seitens unseres Rechtsanwaltes bei der Innenbehörde in Berlin eine schriftliche Anfrage gestellt, um zu erfahren, welche Kennzeichen in Berlin als verboten gelten und welche nicht. Hintergrund ist die bislang willkürliche Auslegung des Kennzeichenverbots in Berlin, die sich deutlich von anderen Bundesländern unterscheidet. Im Klartext heißt das, dass z.B. das Tragen bestimmter T-Shirts oder Tätowierungen in Berlin Straftaten darstellen sollen, was aber in anderen Bundesländern völlig rechtmäßig ist.
Um die Teilnehmer an der Demonstration „FREEDOM IS OUR RELIGION“, die aus allen Teilen der Bundesrepublik anreisen,

zu informieren, aber auch sonst für eine gewisse Rechtssicherheit zu sorgen, wurde eben diese Anfrage gestellt.
Allerdings verweigert die Berliner Innenbehörde eine Antwort, so unser Anwalt.
Im Ergebnis hat der Bürger die Wahl, gegebenenfalls eine vermeidbare Strafanzeige zu bekommen oder im vorauseilenden Gehorsam auf das Tragen von, ihm womöglich zustehenden und rechtlich unbedenklichen, Kennzeichen zu verzichten. Jedenfalls zieht es die Berliner Innenbehörde augenscheinlich vor, das Tor zur polizeilichen Willkür weit offen stehen zu lassen.
Das Resultat wird die Innenbehörde geschickt zu nutzen wissen, wenn es im Rahmen der Demonstration zu „zahlreichen Strafanzeigen“ kommt, die jedoch durch eine klare Aussage ihrerseits gar nicht erst entstehen würden.

Wir bitten daher alle Teilnehmer/innen auf unsere rechtlichen Hinweise zu achten und mögliche Strafanzeigen zu vermeiden.

>>> Rechtliche Hinweise <<<

Ankündigung

Freedom is our Religion – Die Motorrad Demonstration in Berlin

Die Motorrad Demonstration FREEDOM IS OUR RELIGION jährt sich in diesem Jahr zum 4. Mal.

In jedem Jahr wurden es mehr Teilnehmer, die für Ihre Freiheit und gegen die Einschränkung von Grundrechten demonstrierten.

Angefangen haben die Demonstrationen im Zuge einer Änderung des Vereinsgesetzes, die dazu führte, dass auch nicht verbotenen Vereinen in Deutschland untersagt wurde, ihre Kennzeichen zu tragen und somit ein schwerer Eingriff in das Grundrecht der Vereinsfreiheit vorgenommen wurde. Insbesondere waren dadurch Motorradclubs betroffen. Aber schon damals wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Grundrechte für alle gemacht sind und deren Einschnitte auch alle betreffen.

Es wird immer deutlicher, dass mit einer gewissen Leichtigkeit seitens der Politik immer wieder Eingriffe in unser Leben vorgenommen werden. Und immer nach demselben Prinzip: Eine kleine Gruppe gibt einen Anlass, der dann dazu genutzt wird die Rechte aller einzuschränken. So war es bei dem sogenannten Kennzeichenverbot und so ist es auch z.B. aktuell bei den Bemühungen zum Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen für Motorräder.
Das Kennzeichenverbot traf augenscheinlich auch nur die sogenannten „Rocker“ und die Fahrverbote sollen auch nur „die Motorradfahrer“ betreffen. Das Prinzip ist immer gleich.

Deshalb sagen wir STOP – ES REICHT!
Der Aktionismus einiger Politiker gefährdet unsere Demokratie und greift unsere Grundrechte an.

Und das betrifft uns ALLE!

Deshalb ist die Demonstration FREEDOM IS OUR RELIGION auch ein Treffpunkt für alle Motorradenthusiasten, Clubs, Fahrgemeinschaften, freie Biker oder einfach nur begeisterte Zweiradfahrer. Natürlich sind auch alle anderen Bürger von dem Aktionismus-Wahn unserer Politiker betroffen und sollen nicht ausgeschlossen werden. Jeder kann dabei sein und die Demonstration unterstützen. Wer kein Bike hat, kann entlang der Demonstrationstrecke und bei der Kundgebung am Brandenburger Tor dabei sein und mit uns gemeinsam für unsere Freiheit eintreten.

Uns ist wichtig, dass es hier um unser aller Freiheit geht und die Demonstration keine Plattform für Parteien- oder Clubpolitik bilden soll. Wir lassen uns nicht vor irgendeinen Karren spannen, gleich welcher Farbe! Allerdings haben wir wieder, wie auch in den vergangenen Jahren, alle im Bundestag vertretenen Parteien angeschrieben und ihnen die Möglichkeit eines Redebeitrags auf der Kundgebung gegeben. Wir scheuen uns nicht vor gegenteiligen Meinungen, denn Diskussion ist für uns zentrales Merkmal gelebter Demokratie.

Wir erwarten von allen Teilnehmern einen respektvollen Umgang miteinander.

Wir haben ein gemeinsames Ziel und dafür werden wir gemeinsam auf die Straße gehen.

ORGA TEAM
FREEDOM IS OUR RELIGION 2020